Grünes Erdgas: Biogas für Stadtwerke-Kunden in Essen
Die Kunden der Stadtwerke Essen können ab dem 1. Juli einen persönlichen Beitrag für den Klimaschutz leisten. In Zusammenarbeit mit der E.ON Ruhrgas AG bietet das Unternehmen einen Klimatarif für Erdgas an. „Die Verbraucher können die deutlichen Preissenkungen beim Gas seit Beginn dieses Jahres dazu nutzen, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun. Mit dem Klimatarif investieren sie in konkrete Projekte zur CO2-Reduktion“, erklärte Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG.
Emissionen von Erdgas werden neutralisiert
Die Stadtwerke haben bei E.ON Ruhrgas insgesamt rund 18 Mio. Kilowattstunden CO2-neutrale Gaslieferung im Jahr angemeldet. “Dieses Erdgas stellen wir CO2-neutral, das heißt wir erwerben entsprechende Zertifikate des freiwilligen Marktes. Der so genannte VER Gold Standard wird vom WWF unterstützt. Konkret investieren wir in Klimaschutzprojekte in Indien, Brasilien und der Türkei, die sonst nicht wirtschaftlich umgesetzt werden könnten. Die Verbraucher in Essen tragen also dazu bei, den Ausstoß des schädlichen Kohlendioxids in diesen Ländern zu verringern. Essen vermeidet so mehr als 3.600 Tonnen CO2 pro Jahr“, betonte Henning R. Deters, Mitglied des Vorstandes der E.ON Ruhrgas AG für die Ressorts Vertrieb/Marketing und Infrastruktur.
Der Klaro-Klimatarif wird von den Stadtwerken Essen ab dem 1. Juli angeboten. Damit verbunden ist ein Aufschlag je nach Tarif von brutto 0,36 Cent pro Kilowattstunde. Der Tarif „Klaro-Klima M“ kostet dann 4,84 Cent pro Kilowattstunde.
Auch Erdgastankstelle soll CO2-neutral werden
Auch die Erdgastankstellen in Essen werden im Rahmen des Kontingentes von 18 Mio. Kilowattstunden ab dem 1. Juli komplett mit CO2-neutraler Gaslieferung versorgt. „Die ohnehin gute Klimabilanz des Kraftstoffs Erdgas kann dadurch noch weiter verbessert werden. Unter allen fossilen Brennstoffen hat Erdgas die beste CO2-Bilanz“, hob Deters hervor. Es sei außerdem deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Im gesamten Bundesgebiet lag der durchschnittliche Erdgaspreis im Jahr 2008 um rund 50 % unter dem vergleichbaren Preis für Benzin sowie um rund 40 % unter dem Dieselpreis. Zum anderen wird sich der niedrige CO2-Ausstoß von Erdgasfahrzeugen mit Einführung der neuen CO2-basierten Kfz-Steuer ab Juli 2009 zusätzlich im Portemonnaie niederschlagen.
Ökogas soll nicht teurer sein als herkömmliches Erdgas
„Auch mit der CO2-neutralen Gaslieferung bleibt der Erdgaspreis an Tankstellen auf niedrigem Niveau“, stellte Görgens klar. „Die Erdgasautofahrer in Essen müssen für diesen Klimabeitrag nicht tiefer in ihr Portemonnaie greifen“, so Görgens weiter. In Essen gibt es bislang fünf Erdgastankstellen. An den ARAL Tankstellen Ernestinenstraße, Rellinghauserstraße und an der Holsterhauser Straße kann rund um die Uhr getankt werden. Auch an den Stadtwerke-eigenen Tankstellen, auf den Betriebshöfen Twentmann und Schnabelstraße, können Erdgasfahrzeuge mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff betankt werden. In Essen fahren rund 900 Erdgasfahrzeuge.
Preissenkung für Erdgas ab Juli
Die Ölpreisbindung hat im laufenden Jahr zu deutlichen Preissenkungen beim Erdgas geführt. Die Stadtwerke Essen haben ihre Einkaufsvorteile an die Kunden weitergegeben und die Erdgaspreise zum 1. April um bis zu 18 % oder brutto bis zu 1,31 Cent pro Kilowattstunde gesenkt. Zum 1. Juli wird es eine weitere Preissenkung um rund 16 % oder brutto bis zu 1,04 Cent pro Kilowattstunde geben. Der Gaspreis liegt dann wieder auf dem Niveau des Jahres 2005.


















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