Verbraucher können steigenden Strompreisen durch einen Wechsel des Versorgers und durch sich rasch lohnende Sparmaßnahmen die Rote Karte zeigen. “Jede eingesparte Kilowattstunde Strom fehlt am Ende auch auf der Rechnung”
Der unabhängige Energieversorger LichtBlick muss nach zwei Jahren erstmals wieder den Preis für seinen regenerativ erzeugten LichtBlick-Strom erhöhen. Ab dem 1. Januar 2010 kostet die Kilowattstunde 21,99 Cent statt bisher 19,99 Cent, der monatliche Grundpreis steigt um einen Euro auf 8,95 Euro. Für den Anstieg sind die massiv steigenden Stromnetz-Gebühren und die höhere Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verantwortlich.
Nicht nur in Berlin erhöht der Stromanbieter Vattenfall seine Strompreise zum Jahreswechsel. Nach zweieinhalb Jahren Preisstabilität gelten ab 1. Januar 2010 neue Strompreise für Privat- und Gewerbekunden von Vattenfall in Hamburg.
Im Juli 2009 verlor die Gasag den Prozess um die unzulässigen Preiserhöhungen im Jahr 2005. In der von der Verbraucherzentrale Berlin unterstützten Sammelklage waren 38 Kläger erfolgreich, die ihre Rechnungen nur unter Vorbehalt gezahlt hatten. Doch die Gasag will die Konsequenzen des Gerichtsentscheids nicht tragen.
Nach einem erneuten Schlauchbooteinsatz vor der schwedischen Küste befinden sich seit heute Mittag insgesamt acht Greenpeace-Aktivisten auf dem Frachter “Happy Ranger”. Sie protestieren gegen den Transport der Dampferzeuger zur Baustelle des Atomkraftwerks im finnischen Olkiluoto. Dort errichten Areva und Siemens den Prototypen des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR).
Nach zweieinhalb Jahren Preisstabilität gelten ab 1. Januar 2010 neue Strompreise für Privat- und Gewerbekunden von Vattenfall in Berlin. Wesentlicher Grund für die höheren Strompreise sind die steigenden Kosten der erneuerbaren Energien, so Vattenfall. In der Grundversorgung zahlen Privatkunden 5,9 Prozent mehr für ihren Strom, Gewerbekunden 8,9 Prozent. Der monatliche Grundpreis bleibt stabil.
In den eher trägen Strommarkt gerät Bewegung: Mehr als jeder zweite Stromkunde in Deutschland (53 Prozent) denkt derzeit zumindest gelegentlich über einen Stromanbieterwechsel nach. Seit dem letzten Frühjahr ist das Wechselpotenzial um mehr als 20 Prozent gestiegen.
Die RWE AG und die enviaM AG leisten Pionierarbeit: Am 12. November eröffnen beide gemeinsam in Berlin den ersten E-Mobility Store Deutschlands. Wie funktioniert Autostrom? Und wo gibt es Ladestationen? Antworten erhalten Interessierte ab sofort in dem rund 250 Quadratmeter großen “Energieladen” in der Berliner Friedrichsstraße.
Online-Stromanbieter profitieren mit steigenden Kundenzahlen von der Tarifpolitik der etablierten Versorger. Sie punkten nicht nur mit günstigen Preisen und kurzen Kündigungsfristen, sondern auch mit nachhaltigen Produkten bis hin zum Ökostrom. Der Wechsel ist unkompliziert und schnell erledigt, die sichere Stromversorgung auch während des Übergangs jederzeit gewährleistet. Verbraucherorganisationen stellen den neuen Anbietern daher gute Noten aus.
Die N-Ergie Aktiengesellschaft senkt zum 01.01.2010 die Strompreise für Privat- und Gewerbekunden um 1,83 Cent brutto pro Kilowattstunde. Der Ökostrom Tarif der N-Ergie, „Strom Purnatur“, wird sogar 2,31 Cent/kWh brutto günstiger als bisher. Für die Kunden bedeutet die Preissenkung eine Entlastung um bis zu 8 Prozent, bei Strom Purnatur um bis zu 9,5 Prozent.