Biogasanlage mit hoher Energieeffizienz
Die Biogasanlage der HSE in Lorsch hat im laufenden Betrieb ihre außerordentlich hohe Energieeffizienz bestätigt. Nach aktuell ermittelten Daten wird die Energie des erzeugten Biogases zu 80 Prozent genutzt. Die Anlage produziert nicht nur Strom, sondern auch Wärme, die in unmittelbarer Nähe des Standortes verbraucht wird. Die Energieeffizienz anderer Biogasanlagen, die keinen Abnehmer für die Wärme haben, ist deshalb um über die Hälfte geringer.
Klimaschutz durch Energieeffizienz
“Wir haben bei der Planung besonderen Wert auf die Energieeffizienz gelegt”, sagt der Leiter der HSE-Konzernkommunikation Jürgen Hein-Benz. Die Lorscher Anlage hilft auch beim Klimaschutz: Im Vergleich mit konventioneller Energiegewinnung vermeidet sie pro Jahr rund 2.250 Tonnen CO2.
Durch Biogas mehr als 130.000 Liter Heizöl gespart
Die HSE hat die rund 2,5 Millionen Euro teure Biogasanlage mit einer Nahwärmeleitung im April dieses Jahres in Betrieb genommen. Die Anlage erzeugt aus 7.500 Tonnen Maissilage und 700 Kubikmeter Gülle jährlich rund 1,4 Millionen Kubikmeter Biogas, die vor Ort von einem Blockheizkraftwerk in 2,8 Millionen Kilowattstunden Strom und 2,9 Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr umgewandelt werden. Dies entspricht einer Leistung von 370 Kilowatt elektrisch und 386 Kilowatt thermisch. Die erzeugte Wärme wird durch zwei Verbraucher in unmittelbarer Nähe des Standortes – die Lorscher Kläranlage und eine Gärtnerei – fast vollständig genutzt. Die Gärtnerei spart so jährlich 130.000 Liter Heizöl, mit denen bislang die Gewächshäuser beheizt wurden.
Energie sparen auch auf Umwegen
Die Biogasanlage trägt auf einem weiteren Weg zum Energiesparen bei: Landwirte nutzen die Reststoffe der Biogaserzeugung, die bei der Gärung entstehen, als hochwertigen Dünger. Die Gärreste enthalten alle wichtigen Nährstoffe wir Stickstoff, Phosphor und Kalium. Die Landwirte benötigen deshalb weniger Mineraldünger, für dessen Produktion auch Energie notwendig ist.


















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