Immer mehr Deutsche denken an einen Stromanbieterwechsel
In den eher trägen Strommarkt gerät Bewegung: Mehr als jeder zweite Stromkunde in Deutschland (53 Prozent) denkt derzeit zumindest gelegentlich über einen Stromanbieterwechsel nach. Seit dem letzten Frühjahr ist das Wechselpotenzial um mehr als 20 Prozent gestiegen. Besonders die Zielgruppe der 18-30 Jährigen wird immer wechselaffiner. Dies zeigt die aktuelle Erhebung des “Stromkunden Wechselbarometer” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov Psychonomics AG. 1.500 private Stromkunden ab 18 Jahren werden halbjährlich repräsentativ zu ihren Wechselabsichten, zu ihren Anbieter- und Produktpräferenzen sowie zum Entscheidungsprozess beim Anbieterwechsel befragt.
Jeder Vierte wechselte den Stormanbieter in den letzten Jahren
Mittlerweile hat fast jeder vierte Stromkunde (23 Prozent) in Deutschland seinen Stromversorger in den vergangenen drei Jahren zumindest einmal gewechselt. Der Wechsel des Stromanbieters wird für die Bundesbürger damit immer selbstverständlicher. “Die Scheu vor einem Stromanbieterwechsel nimmt stetig ab”, sagt Studienleiterin Anna Schneider. “Außer bei Ökostromanbietern, bei denen die Treue ihrer Kunden sogar noch zugenommen hat, ziehen Kunden den Wechsel spürbar häufiger in Erwägung als noch vor einem halben Jahr.”
Strompreise sind der Hauptgrund für einen Wechsel
Hauptgrund für den Stromanbieterwechsel stellt nach wie vor dadurch erzielte Einsparungen dar (74 Prozent). Aber auch der Wunsch nach Bezug von Ökostrom wird immer wichtiger: 13 Prozent geben diesen als Grund für ihren Wechselwunsch an. Damit steigt der Anteil im Vergleich zu letzten Welle um über 50 Prozent.
Stromanbieter versuchen Kunden mit Aktionen zu binden
Mit Treueprogrammen, Sponsorings, Kundenkarten, Kundenmagazine u.v.m. versuchen Stromanbieter ihre Kunden zu binden. Dabei zeigt die Studie, dass viele teure Services nur einen sehr geringen Einfluss auf die Kundenbindung haben. “Relativ günstige Aktionen, wie kostenfreie Energiesparlampen, können oftmals mit viel größeren Bindungseffekten aufwarten”, sagt Studienleiterin Schneider.


















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