07
Sep 2009
Abgelegt unter: Strom Blog

Mit dem persönlichen Atomausstieg Geld sparen

oekostrom

„Mal richtig abschalten“ – unter diesem Motto mobilisiert die Anti-Atom-Bewegung zum morgigen Samstag nach Berlin. Zahlreiche Parteien und Umweltorganisationen unterstützen die Großdemonstration so kurz vor der Bundestagswahl. Doch wer die Stromproduktion in Deutschland nachhaltig verändern will, muss nicht zwingend auf die Straße gehen: Der „persönliche Atomausstieg“ ist möglich – und spart meist sogar Geld!

Aktive Entscheidung für Ökostrom

Die bewusste Entscheidung für Ökostrom in den eigenen vier Wänden ist ein ganz individueller Beitrag für den Wandel der Energieversorgung: Mit der Umstellung auf Ökostrom beeinflussen die Verbraucher aktiv die Stromzusammensetzung in Deutschland. Für die von Ökostromkunden verbrauchte Strommenge wird Energie aus Erneuerbaren Quellen in die europäischen Stromnetze eingeleitet. Immer mehr Kunden entscheiden sich offenbar ganz bewusst dafür. „Ökostrom ist längst kein Nischenprodukt mehr“, sagt beispielsweise Robert Mundt, Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers FlexStrom.

„Nein“ zu teurem Atomstrom

Der unabhängige Versorger FlexStrom wirbt bereits seit einiger Zeit für den „persönlichen Atomausstieg“. „Den individuellen Wechsel kann jeder ganz problemlos machen“, sagt FlexStrom-Chef Mundt. „Er ist ein erster Schritt für die klimafreundliche Zukunft.“ Und spart oft sogar Geld. In vielen Orten sind günstige Ökostrom-Tarife preiswerter als der Strommix des örtlichen Stadtwerks oder Stromkonzerns. Eine Familie in Essen mit einem Jahresverbrauch von 4400 Kilowattstunden spart beispielsweise mehr als 260 Euro wenn sie vom Haushalt Pur-Tarif der RWE zum günstigsten Ökostrom-Tarif von FlexStrom wechselt.

Energieversorger tauchen sich gern in grünes Licht

Insbesondere der Energiekonzern RWE war zuletzt heftig von Umweltverbänden kritisiert worden. Der Konzern wollte sich in der Werbung als besonders klimafreundlich präsentieren, gewinnt zugleich aber einen Großteil des Stroms aus der CO2-intensiven Kohleverbrennung oder aus der umstrittenen Kernkraft. Die Grünen in Nordrhein-Westfalen bezeichneten den überwiegend aus Atomstrom bestehenden „Pro-Klima“-Tarif des Konzerns als „irreführend“ und „überteuert“. RWE hält Beteiligungen an regionalen Versorgern wie envia M, rhenag, Süwag, energis sowie zahlreichen Stadtwerken. Auch das aggressiv um Neukunden werbende Stromunternehmen eprimo gehört zum Konzern des Stromriesen.

Ökostrom ist sauberer und günstiger

Im Gegensatz zu RWE und anderen Stromkonzernen betreibt der mittelständische Energieversorger FlexStrom keine Atom- oder Kohlekraftwerke. Im Auftrag seiner Kunden kauft die 2003 als Familienunternehmen gegründete FlexStrom vielmehr günstige Energie sowie sauberen Ökostrom auf dem Markt. Die positiven Erträge will der konzernunabhängige Versorger in weiteres Wachstum investieren. So kündigte FlexStrom erst vor kurzem den Einstieg in die Ökostrom-Erzeugung an. Dafür und für Zukäufe anderer Versorger soll ein dreistelliger Millionen-Betrag zur Verfügung gestellt werden.

Be Sociable, Share!
  • Twitter
  • Facebook
  • email
  • StumbleUpon
  • Delicious
  • Google Reader
  • LinkedIn
  • BlinkList
Diese News wurde 437 Mal gelesen.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI


Hinterlasse einen Kommentar