13
Jul 2009
Abgelegt unter: Strom Blog

Privater Atomausstieg: Verbraucher Initiative rät zu Ökostrom

Der erneute Störfall im Atommeiler Krümmel zeigt: Atomkraft ist nicht sicher. Der endgültige Ausstieg aus dieser Risikotechnologie ist notwendig, die Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken überflüssig, meint die VERBRAUCHER INITIATIVE. Der Bundesverband rät Verbrauchern, privat den Atomausstieg zu vollziehen und zu Ökostromanbietern zu wechseln.

Mit Ökostrom zum Atomausstieg beitragen

Verbraucher können ihren Stromversorger frei wählen. „Mit einem Umstieg auf Ökostrom kann jeder ganz einfach zum Ausstieg aus der Atomtechnologie beitragen“, so Melanie Weber von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Konsumenten fördern so den Bau klimaschonender Stromerzeugungsanlagen und sparen durch Bezug von Ökostrom bis zu drei Tonnen CO2 pro Jahr.

Kein Risiko durch Wechsel zu Ökostrom

Nach Auskunft der VERBRAUCHER INITIATIVE birgt ein Anbieterwechsel für Kunden keine Risiken. Die Stromkonzerne dürfen weder den Strom abstellen noch Gebühren oder Sonderzahlungen erheben. Zu beachten sind lediglich die Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist bestehender Verträge. Bei einer Strompreiserhöhung wird häufig ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Der Stromanbieterwechsel ist einfach, Verbraucher benötigen lediglich einen Wechselantrag. Der neue Stromversorger übernimmt alle Formalitäten. Dazu erteilt man ihm eine Vollmacht. Lediglich den Zählerstand zum Zeitpunkt des Wechsels sollte man selbst ablesen.

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3 Kommentare »

  1. 18. März 2010 um 14:36 Uhr

    [...] unter den Parteien und Bürgerinitiativen führte dieses Thema zu heftigen Diskussionen. Nur in einer Sache waren sich alle einig: dass mindestens die Hälfte der zusätzlichen Gewinne an [...]

  2. Kommentar von Herbert Leibowitz
    12. April 2011 um 15:08 Uhr

    Die Naturwissenschaftler diskutieren wieder, was für die Umwelt besser sei. Und jetzt hat ausgerechnet US Präsident Obama die Planung und den Bau von Kernkraftwerken Vereinigten Staaten von Amerika gefordert. Mit Atomkraft könne man – ohne Kohlendioxid in großen Mengen freizusetzen – Strom produzieren. Selbst berühmte Ökoaktivisten und auch Altbundeskanzler Kohl warnen vor einem überstürzten Atomausstieg. Die AKW`s sind nur wenn etwas schiefgeht gefährlich, Kohlkraftwerke dagegen immer. Egal wie es kommt, Jeder kann sofort etwas dagegen tun, indem wir den Energieverbrauch senken (und damit auch Kosten sparen). Beim Kochen z.B. spart ein stromsparender Herd im Vergleich zum normalen Elektroherd mit gußeisernen Platten ungefähr 30-40 % Strom. Deckel drauf spart 70 % Strom, Schnellkochtopf spart bis zu einem Drittel Energie. Oder ganz einfache Tipps: Passende Topfdurchmesser, Töpfe sollten nicht kleiner sein als die Platte, denn dann geht ungenutzte Energie verloren. Wir sind also alle gefordert. Häufig sind diejenigen, die am meisten den Umweltschutz fordern wollen im kleinen privaten die größten Umweltsünder.

  3. Kommentar von Delmar Goyette
    20. Juni 2011 um 10:40 Uhr

    Es geht den Konzernen immer nur ums Geld. Sie denken nie an unsere Umwelt, Hauptsache sie bekommen ihr Geld. Jetzt reden die Kraftwerkbetreiber davon, dass nicht genügend Strom produziert würde ohne die Kraftwerke, jedoch ist dies wieder nur eine Ausrede um den Ausstieg aus der Atomkraft zu verhindern. Auch die Regierung will den Energieriesen entgegenkommen, indem sie den Bossen die Erlaubnis erteilen, die Stromkontingente der sieben Kraftwerke, die sofort ausgeschaltet werden sollen, auf jüngere Atommeiler zu überschreiben. Ich finde die großen Firmen und die Politiker sollten nicht nur auf ihren Profit achten, sondern mehr auf die Umwelt. Ich werde mich auch weiterhin gegen die Atomkraft einsetzen.

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