08
Jul 2009
Abgelegt unter: Strom Blog

Strom in Baden-Württemberg zur Hälfte aus Atomkraft

In Baden-Württemberg wurden nach Angaben des Statistischen Landesamts im Jahr 2008 rund 33,4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Kernenergie erzeugt. Dies waren knapp 6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch ist die Kernenergie im Südwesten nach wie vor der wichtigste Energieträger für die Stromproduktion. Ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung betrug 2007 rund 49 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Anteil mit ca. 22 Prozent deutlich niedriger.

Erstmals wurde in Baden-Württemberg im Jahr 1966 Strom aus Kernenergie erzeugt. Der Anfang war mit 57 installierten Megawatt im Mehrzweckforschungsreaktor im Kernforschungszentrum Karlsruhe noch bescheiden. 1968 ging das Kernkraftwerk Obrigheim ans Netz. In den 70er und 80er Jahren führten weitere Kraftwerkszugänge zu sprunghaften Zunahmen des Atomstroms. Bereits 1982 wurde mehr Strom aus Kernenergie gewonnen als aus Steinkohle. Nach Inbetriebnahme des Blocks II des Kernkraftwerks Philippsburg (1984) entfiel in den Folgejahren mehr als die Hälfte der Stromerzeugung in Baden-Württemberg auf die Atomkraftwerke. 1994 war der Anteil des Atomstroms an der Bruttostromerzeugung mit 61 Prozent am höchsten.

Anteil des Atomstroms in Baden-Württemberg rückläufig

Seitdem geht der Anteil der Stromerzeugung aus Kernenergie tendenziell zurück. Allein in den letzten 5 Jahren sank er um 6 Prozentpunkte: Von 55 Prozent im Jahr 2002 auf 49 Prozent im Jahr 2007. Geringer als 2007 war der Anteil an der Bruttostromerzeugung zuletzt im Jahr 1988 mit 46 Prozent. Während die erzeugte Strommenge in Baden-Württemberg in den letzten 5 Jahren um 4 Prozent angestiegen ist, ging der Strom aus Kernenergie in dieser Zeit um 9 Prozent zurück.

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1 Kommentar »

  1. 2. Januar 2010 um 15:59 Uhr

    [...] an der Bruttostromerzuegung im Jahr 2008 – aktuellere Zahlen haben auch Sie nicht – bei nur bei 49 Prozent (Deutschland: 22 [...]

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