27
Jan 2010
Abgelegt unter: Strom Blog

Stromverbraucher fordern intelligente Stromzähler

stromvergleich

Acht von zehn Haushalten in Deutschland wünschen sich von ihrem Energieversorger den Einbau eines intelligenten Stromzählers. Sie erhoffen sich dadurch eine deutliche Entlastung der Haushaltskasse. Die Verbraucher gehen im Durchschnitt davon aus, ihre Stromrechnung mit Hilfe eines so genannten Smart Meter um rund zehn Prozent senken zu können. Das wesentliche Interesse der Stromkunden gilt den Anwendungsmöglichkeiten zum Energiesparen, etwa durch transparentere Überwachung des Verbrauchs oder automatisches Ein- und Abschalten von Elektrogeräten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage, die der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Forsa unter mehr als 1000 Verbrauchern in Deutschland durchgeführt hat.

Mit intelligenten Stromzählern Energie effizienter nutzen

Intelligente Stromzähler sollen dafür sorgen, dass Verbraucher Energie effizienter nutzen und die Stromnetze stabiler ausgelastet sind. Eines der Hauptargumente für den Einsatz der neuen digitalen Messgeräte sehen die Befragten im Anreiz, die Energiekosten durch höhere Transparenz über den laufenden Stromverbrauch zu senken. “Die privaten Verbraucher schätzen das Einsparpotenzial durch intelligente Stromzähler realistisch ein und wünschen den Einsatz von Smart Metern bereits heute”, sagt Thomas Lenke, Leiter des Bereichs Übertragungs- und Verteilnetze bei Accenture. “Energieversorger sollten daher jetzt maßgeschneiderte, an die jeweilige Auslastung des Stromnetzes angepasste Tarife und Produkte anbieten, um Kunden zu binden und ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen.”

85 Prozent der Befragten sind an intelligenten Stromzählern

Nach den Ansprüchen an die praktischen Anwendungsmöglichkeiten von intelligenten Stromzähler gefragt äußerten 85 Prozent der Befragten Interesse an einer Digitalanzeige in ihrem Haushalt, die beispielsweise signalisiert, ob noch versehentlich Elektrogeräte eingeschaltet sind. Dass dank der Informationen von Smart Metern der Strom bei einem Stromausfall schnell über eine andere Leitung wieder hergestellt werden kann, sehen 86 Prozent als vorteilhaft an. Funktionen zum automatischen Ein- und Ausschalten von Waschmaschine oder Geschirrspüler, sobald der Strompreis zu bestimmten Tageszeiten günstiger wird, finden 80 Prozent der Befragten interessant.

Ein intelligentes Netz bedeutet mehr als nur intelligente Stromzähler

“Bevor die Verbraucher das Potenzial von intelligenten Stromzählern überhaupt nutzen können, um so beispielsweise in den Genuss von flexiblen Tarifmodellen zu kommen, müssen Versorger ergänzend Kommunikationsinfrastrukturen bereitstellen - worin zum Teil noch großer Nachholbedarf besteht”, sagt Thomas Lenke. “Die Nutzung digitaler Technologien wiederum wird die Versorgungswirtschaft in ihrer Infrastruktur und ihren Arbeitsabläufen gravierend verändern. Für Versorger bedeutet dies: Um mit Netzinnovationen nachhaltigen Markterfolg zu erzielen, reicht es nicht, nur einzelne Aspekte intelligenter Netze zu implementieren. Ein intelligentes Netz zu betreiben, bedeutet mehr als nur intelligente Stromzähler einzuführen: Wer als Versorger in das digitale Zeitalter aufbrechen will, muss sein Geschäftsmodell von Grund auf erneuern.”

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