Unternehmen fordern Abkommen zum Klimaschutz in Kopenhagen
Die in der Initiative „2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“ verbundenen Unternehmer fordern die Staats- und Regierungschefs auf, bei den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen ein verbindliches und
ambitioniertes Klimaschutzabkommen zu erzielen. Nach dem internationalen Bekenntnis zum 2°-Ziel muss die Staatengemeinschaft jetzt einen Fahrplan und Maßnahmen festlegen, mit denen die globalen Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um mindestens 50 Prozent reduziert werden können.
Signal für den Klimaschutz setzen
Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: „Klimaschutz und Ressourcen-Effizienz sind die Grundlage für leistungsstarkes Wirtschaften und zukunftssichere Arbeitsplätze. Die Industrieländer sollten hierzu ein Signal setzen und sich ohne Vorbedingungen dazu verpflichten, ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Deutschland muss dabei eine treibende Kraft sein.“
Das von 20 deutschen Unternehmern und beinahe 1.000 Unternehmenslenkern aller G20-Staaten unterzeichnete Kopenhagen Kommuniqué weist den Weg, wie mit Innovationen der Übergang in eine emissionsarme und rohstoffeffiziente Gesellschaft gestaltet werden muss, damit wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz gleichermaßen ermöglicht werden.
Tuomo Hatakka, Vorsitzender des Vorstandes der Vattenfall Europe AG: „Anspruchsvolle Reduktionsziele erfordern eine Politik für technologische Innovationen. Wir brauchen Innovationen und Investitionen für mehr Energie-Effizienz, für marktfähige Erneuerbare Energien und für Carbon Capture and Storage – CCS.“
Weltweiter Emissionshandel nötig
Kern eines tragfähigen internationalen Klimaschutzabkommens sollte eine global umfassende Einpreisung von Treibhausgasen und die Verknüpfung und Weiterentwicklung bestehender regionaler Emissionshandelssysteme sein. Thomas Pleines, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland AG: „Kohlendioxid muss überall ein Kostenfaktor werden. Dies geschieht am besten durch eine konsequente Versteigerung der Emissionsrechte.“
Für die Schwellen- und Entwicklungsländer müssen effiziente Konzepte zur Unterstützung und Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen und von technologischen Entwicklungen vereinbart werden. Zusätzlich wird ein
internationaler Rahmen für den Erhalt von Wäldern und natürlichen Senken benötigt.
Niels Stolberg, geschäftsführender Gesellschafter der Beluga Shipping GmbH: „Die Mission Klimaschutz kann nur durch starke Kooperationen gelingen. Nicht nur Politik und Wirtschaft müssen hier Hand in Hand
arbeiten, insbesondere auf unternehmerischer Ebene bedarf es, vor allem in Zeiten von globaler Wirtschafts- und Finanzkrise, kreativer Ansätze und Überlegungen, um die ambitionierten Ziele einer weltweit gültigen
Klimaschutzpolitik erreichen zu können. Innovationen und der Mut, andere Wege zu gehen und kreative Ideen umzusetzen, werden der Schlüssel zum Erfolg einer Klimaschutzpolitik sein.“


















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