Verbraucher sollten nach Smart-Metering fragen
Das Berliner Unternehmen Scatterweb stellt deutschen Verbrauchern eine Stromkostenersparnis pro Haushalt von fünf bis zehn Prozent in Aussicht, sobald Energieversorger den Verbrauch über moderne Smart-Metering-Lösungen ermitteln. Geschäftsführer Christian Huthmacher appelliert in diesem Zusammenhang an die Konsumenten, aktiv auf ihre Versorger zuzugehen und den Einbau intelligenter elektronischer Stromzähler einzufordern.
Energie sparen mit Smart Metering
“Vielen ist immer noch nicht bewusst, dass mittlerweile auch auf dem Energiemarkt ein harter Konkurrenzkampf tobt und jeder Verbraucher die Wahl und damit auch das Recht hat, eine transparente Verbrauchsdatenerfassung zu verlangen.” Der Schlüssel zur Realisierung des Einsparpotenzials liege in einer Verhaltensänderung des einzelnen, die aber wiederum das Wissen über den exakten Verbrauch voraussetzt. Daran hapert es aber noch. Laut Schätzungen von Scatterweb kennen 85 Prozent der Deutschen ihren Stromverbrauch eben nicht. Christian Huthmacher zieht eine Parallele zum Pkw-Erwerb: “Niemand würde sich ein Auto kaufen, dessen Benzinverbrauch er nicht kennt und für den er einmal im Jahr eine Abrechnung bekommt. Beim Strom passiert aber genau das.”
Smart Meter erfassen Stromverbrauch in kurzen Intervallen
Eine Smart-Metering-Lösung ermöglicht eine Datenerfassung in sehr kurzen Intervallen, beispielsweise im 15-Minuten-Takt. Der Verbraucher bekommt auf diese Weise eine sehr detaillierte Auflistung und damit erstmals überhaupt einen Anreiz, auch beim Strom gezielt zu sparen. “Ist dem Konsumenten erst einmal bewusst, zu welchen Zeiten er eine bestimmte Menge an Strom verbraucht, wird er fast zwangsläufig sein Verhalten ändern. Und wenn er dann am Wochenende sieht, dass sich der bewusste und sparsame Gebrauch elektrischer Geräte tatsächlich rechnet, wird die Motivation umso höher sein.” Auch beim Kauf eines neuen Kühlschranks oder Fernsehers würde der Verbraucher eher auf “Energiesparer” setzen, weil sich etwas höhere Anschaffungskosten relativ schnell amortisieren. Auch gewünschte Nebeneffekte wie die niedrige Geräusch- und Umweltbelastung würden dann quasi von selbst eintreten.
Viele Versorger bieten schon Smart Meter an
Technisch stehen bereits heute Lösungen für die intelligente und automatisierte Verbrauchsdatenerfassung bereit. “Viele Energieversorger haben bereits intelligente Stromzähler im Portfolio – Nachfragen kann also keinesfalls schaden”, so Christian Huthmacher.
Scatterweb selbst bietet Stadtwerken und Energieversorgern ein Funknetz zur Datenübertragung von Verbrauchswertenan, das sich selbst konfiguriert. Elektronische Zähler werden dazu mit kleinen Modulen verbunden, die permanent die Verbrauchsdaten an den nächsten Funkknoten weiterleiten, bis diese in einem angeschlossenen Erfassungssystem anlangen. Auf der Basis der exakten Werte könnten Energieversorger Verbrauchern dann attraktivere und flexible Tarife anbieten und genauer abrechnen. “Für die Zukunft wären mit der intelligenten Funklösung noch weitere Komfortfunktionen denkbar. Ein Beispiel hierfür ist die aktive Fernsteuerung einzelner Steckdosen, an denen Stand-By-Geräte wie der Fernseher hängen. Diese könnte der Verbraucher je nach Bedarf ganz individuell offline schalten, damit das Gerät in der Zeit, in der es nicht benötigt wird, gar keinen Strom verbraucht.”


















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