Dortmund: Stahl, Bier und die Borussia
Ohne Frage – Im Vergleich zu anderen Großstädten ist Dortmund nicht gerade eine Hochburg für Kultur und Tourismus. Wie auch. Die ehemalige Reichs- und Hansestadt erlebte mit dem Beginn der Industrialisierung ihre Blütezeit. Die Kohlenförderung und Stahlverarbeitung prägte mehr als ein Jahrhundert das Gesicht der Stadt. Heute zeugen noch viele Industriedenkmäler wie die ehemalige Kokerei Hansa, das Besucherbergwerk Wittekind oder die Arbeitersiedlung Alte Kolonie im Stadtteil Eving von dem einstigen Wirtschaftswunder.
Der schwierige Strukturwandel
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Dortmunder Innenstadt mitsamt ihrer historischen Kirchen weitestgehend zerstört. Dem großen Schwung, den die Stadt durch den Wiederaufbau erlebte, wurde mit dem einsetzenden Strukturwandel ein abruptes Ende gesetzt. Die wichtigsten wirtschaftlichen Säulen der Stadt brachen weg: Kohle und Stahl. Heute hat sich die alte Montanstadt zu einem Dienstleistungs- und Technologiestandort gewandelt. Sie ist zudem ein Zentrum für Versicherungen und Banken in Nordrhein-Westfalen. Einige große deutsche Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Versatel, Verizon, DHL und das Marktforschunungsinsitut forsa haben ihren Sitz in Dortmund. Trotz des nahezu vollständig vollzogenen Strukturwandels besitzt die Stadt noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland.
Lohnend ist ein Besuch der Stadt aber allemal – nicht nur für Technikbegeisterte. Eines der bedeutendsten historischen Bauwerke ist die nach dem heiligen Reinoldus, dem Schutzpatron der Stadt, benannte Reinoldikirche. Ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist das Florianturm, oder kurz Florian. Dahinter verbirgt sich ein knapp 220 Meter hoher Fernsehturm, der 1959 anlässlich der Bundesgartenschau im Westfalenpark errichtet wurde und seinerzeit das höchste Gebäude Deutschlands war.
Das blonde Gold
Was viele vielleicht nicht wissen – Dortmund war auch einst Europas größter Brauereistandort. Obwohl die goldenen Zweiten längst vorüber sind, führt bei einem Besuch der Stadt kein Weg an dem herben Dortmunder Bier vorbei. Inmitten der Stadt findet sich noch ein altes Industriegebäude der Dortmunder Union-Brauerei, im allgemeinen Sprachgebrauch einfach Dortmunder U genannt. Denn auf dem Dach der alten Brauerei prangt noch immer das Firmenzeichen der Union-Brauerei, das neun Meter hohe beleuchtete goldene Dortmunder U.
Das weithin bekannteste Aushängeschild der Stadt dürfte aber wohl die Borussia sein. Der sechsmalige Deutsche Fußballmeister ist einer der erfolgreichsten Clubs Deutschlands und gewann bereits zweimal den DFB-Pokal und 1997 die Champions League. Das Westfalenstadion und Heimat der Borussia Dortmund war war einer der Austragungsorte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.
Stromanbieter in Dortmund
Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) versorgen das Stadtgebiet mit Erdgas, Strom, Wärme und Wasser. Das Unternehmen bietet verschiedene Stromtarife an, die sich nach dem Stromverbrauch richten und preislich variieren. Darüber hinaus bietet der DEW21 auch einen Ökostrom-Tarif an.

















