Frankfurt: Buchstadt mit Profil

Mit der hessischen Mainmetropole verbinden die meisten vor allem eins: Banken und eine imposante Skyline. Und tatsächlich ist Frankfurt am Main mit seinen hoch aufragenden Fassaden eine der wenigen Städte Europas mit einer markanten Silhouette, was der Stadt auch den Beinamen Mainhatten eingebracht hat.

Der Messeturm galt lange Zeit als das höchste Gebäude der Stadt, bis er 1997 vom 259 Meter hohen Commerzbank-Tower übertroffen wurde. Das moderne Bankgebäude wird heute nur noch von dem 337,5 Meter hohen Europaturm überragt.

Insgesamt überragen rund hundert Hochhäuser die Stadt, bei den meist handelt es sich um Bank- oder Bürogebäude. Nach der Schließung des Henningerturms für Besucher im Jahr 2002 ist der Maintower das einzige Hochhaus mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform.

Ebbelwoi - Hessische Weinkultur

Jenseits der glitzernden Hochhausfassaden hat die Stadt jedoch nichts von ihrem urigen Charakter verloren. In der Frankfurter Altstadt mit ihren engen Gassen und rekonstruierten Fachwerkhäusern liegen eng beieinander drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche. Entlang des Museumsufers am Main finden sich aufgereiht 13 bedeutende Museen, darunter auch das Museum für Angewandte Kunst. In den traditionsreichen Lokalen und Restaurants der Innenstadt locken hessische Spezialitäten: Frankfurter Würstchen oder Haddekuche. Das Getränk schlechthin für viele Frankfurter ist der Apfelwein, von Einheimischen auch Ebbelwoi oder Stöffche genannt.

Die Geldstube Deutschlands

Die ehemalige Reichsstadt hat sich zu einem bedeutenden europäischen Finanz- und Handelsplatz entwickelt. Fast 500 in- und ausländische Finanzinstitute haben heute ihren Sitz in Frankfurt. Acht der zehn größten deutschen Banken haben Frankfurt als Hauptsitz gewählt, darunter die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Dresdner Bank. Außerdem beheimatet Frankfurt die viertgrößte Aktien-Börse der Welt. Frankfurt ist auch Sitz der Deutschen Bundesbank und der Europäische Zentralbank, die für die Geldpolitik der dreizehn EU-Länder in der Eurozone verantwortlich ist.

Mit etwa 600.000 Arbeitsplätzen hat Frankfurt fast so viele Beschäftigte wie Einwohner (rund 663.000). Der Frankfurter Hauptbahnhof, das Frankfurter Kreuz und der Flughafen Frankfurt am Main sind die drei zentralen Drehkreuze der Stadt. Der Flughafen ist gemessen an der Zahl der Passagiere, etwa 50 Millionen pro Jahr, der drittgrößte europäische Flughafen nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle.

Wort- und Ideenfabrik

Einen hohen Stellenwert genießt zudem die Messe Frankfurt. Sie ist die älteste Messe der Welt und die größte Deutschlands. Zu den wichtigsten Messen zählen unter anderem die Konsumgütermesse Ambiente, die Internationale Automobilausstellung (IAA) und die Frankfurter Buchmesse. Fast unbemerkt ist die Mainmetropole auch zu einem internationalen Zentrum für die Kommunikations- und Medienwirtschaft geworden: Rund 7000 Werbeagenturen, Werbefotografen, Verlage und Produktionsbetriebe sind in Frankfurt am Main zu Hause. Hier werden mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei überregionale Tageszeitungen herausgegeben. Darüber hinaus haben der Hessische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Reuters ihren Sitz in der kleinsten Metropole der Welt.

Stromanbieter in Frankfurt

Der Lokalversorger der Stadt Frankfurt ist die Mainova AG. Das Unternehmen ist 1998 aus dem Zusammenschluss der Stadtwerke Frankfurt am Main GmbH und der Maingas AG hervorgegangen. Mainova regelt die komplette Grundversorgung der Haushalte mit Strom, Wasser, Gas und Fernwärme. Weitere Energiedienstleister der Region sind E.ON, Geno Strom und eprimo. Auch die Süwag Energie AG hat ein Vertriebsbüro in Frankfurt am Main.