Keine Angst vorm Stromanbieterwechsel!

Oftmals schrecken Verbraucher noch vor einem Wechsel des Stromanbieters zurück – dabei ist der Wechsel unkompliziert und ohne Risiken möglich. Der Verbraucher muss nicht befürchten, dass es zu eventuellen Ausfällen bei der Stromversorgung kommt oder neu Stromleitungen verlegt werden müssen. Alle Anbieter greifen auf die bereits bestehende Infrastruktur zurück und speisen ihren Strom in das Gesamtnetz ein. Sollte der neue Stromversorger – aus welchem Grund auch immer – keinen Strom mehr liefern, springt automatisch der Grundversorger ein.

Der Verbraucher kann von einem Stromanbieterwechsel nur profitieren: Er spart Energiekosten und fördert gleichzeitig den Wettbewerb auf dem Strommarkt.

Wie findet man einen günstigen Stromanbieter?

Zunächst sollte man anhand der letzten Stromrechnung den jährlichen Stromverbrauch feststellen. Mit dieser Kilowattstundenzahl kann man auf die Suche nach einem passenden Stromanbieter gehen – am besten nutzt man unseren Stromrechner. Sollten man keine aktuellen Zahlen vorliegen haben, kann man folgende Richtwerte nutzen: Singlehaushalt etwa 1000 kWh, 2-Personen-Haushalt etwa 2000 kWh und Familienhaushalt mit vier Mitgliedern etwa 4000 kWh.

Wie funktioniert der Stromtarifrechner?

Die Suche kann nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen: Sucht man einen günstigen Anbieter in der Region, kann man sich die Ergebnisse in einer Rangliste anzeigen lassen. Die günstigsten Anbieter stehen dabei an oberster Stelle. Will man auch Service und Seriosität der Versorger in die Suche einbeziehen, lassen sich die Anbieter nach der objektiven Bewertung des Strom Magazins anzeigen. Dazu wählt man einfach die Wertung nach Doppel- und/oder einfachem Plus aus.

Worauf sollte man beim Stromanbieterwechsel achten?

Bei der Wahl eines neues Stromanbieters sollte man besonders auf Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen achten. Die Laufzeiten nicht mehr als sechs Monate betragen; durch kurze Kündigungsfristen bleibt man flexibel.

Ein wichtiger Punkt sind Preisgarantien, die vor schnellen Strompreiserhöhungen schützen. Ebenso sollte man auf das Kleingedruckte im Vertrag achten und der angegebene Preis sollte bereits alle Angaben (Mehrwertsteuer, Netzentgelte, etc.) beinhalten, so dass keine weiteren Kosten entstehen.

Wie wechselt man den Stromanbieter?

Hat man einen passenden Stromanbieter gefunden, muss man Vertragsunterlagen vom diesem anfordern. Wurde der Vertrag geprüft, unterschrieben und abgeschickt, übernimmt der neue Stromanbieter alle restlichen Formalitäten. Nach erfolgtem Wechsel, bekommt man vom alten Anbieter eventuell noch eine Abschlussrechnung. Alle weiteren Rechnungen werden mit dem neuen Anbieter beglichen.

Wichtig: Man muss seinem alten Versorger nicht selbst kündigen. Das übernimmt der neue Stromanbieter zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Wann erfolgt die Umstellung?

Die Umstellung erfolgt in der Regel innerhalb von 4 bis 8 Wochen. Das ist hauptsächlich von den Kündigungsfristen des bisherigen Stromversorgers abhängig.

Was passiert, wenn der Anbieter keinen Strom mehr liefert?

Verbraucher müssen nicht befürchten, ohne Strom dazustehen. Der örtliche Versorger ist vom Gesetz her verpflichtet, Haushalte mit Strom zu versorgen, wenn der neue Stromanbieter seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.