Das optimale, grundsätzlich standardisierte Heizungssystem mit Erneuerbaren Energien - sozusagen “von der Stange” - gibt es nicht. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Heiztechnik sind vier Punkteausschlaggebend: Die energetischen Vorgaben durch das Haus, die bestehende Heizungstechnik, die Wohnregion sowie die zur Verfügung stehenden Energieträger.

Die Wirtschaftskrise beginnt, sich auf den Sanierungsmarkt auszuwirken. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen co2online-Klimabarometers aus dem zweiten und dritten Quartal 2009. Die Resultate sind allerdings widersprüchlich. Während sich in der aktuellen Quartalsfrage mit 42 Prozent die Mehrheit der Teilnehmer für die Modernisierung als sichere Investition in der Krise aussprach, ermittelte das Klimabarometer einen allgemeinen Rückgang des Interesses am energetischen Sanieren.

Am 1. Oktober 2009 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Dann werden die Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und an die Modernisierung von Altbauten verschärft. Im Vergleich zu der noch gültigen EnEV 2007 soll der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden um durchschnittlich 30 Prozent sinken. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert über die wichtigsten Änderungen.

Energie sparen ist nicht nur angesichts hoher Gas-, Öl- und Strompreise eine lohnende Sache. Staatliche Zuschüsse und Förderkredite schaffen zusätzliche Anreize, um ältere Gebäude in Sachen Energieeffizienz aufzumöbeln: Immerhin kann der Energieverbrauch der Häuser-Oldies um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Der aktualisierte Ratgeber “Gebäude modernisieren – Energie sparen” der Verbraucherzentrale bietet hierzu auf 300 Seiten kompetentes Wissen und weist den Weg zur fachgerechten Durchführung.

Die EU-Kommission unterstützt die Verbraucher bei ihrem Bemühung um Energiekostensenkung. Daher hat sie ein neues Webportal eröffnet, dass dem Austausch von Informationen zu Energiebedarf von Gebäuden dient. Auf der Seite “BUILD UP” können die Nutzer selber Inhalte zum Thema Energieverbrauch von Gebäuden aktualisieren und erweitern.

Im vergangenen Jahr sind die Energiepreise stark gestiegen. Die Folgen bekommen Mieter und Hauseigentümer jetzt bei den Heizkostenabrechnungen zu spüren: Sie müssen tief in die Tasche greifen und Nachzahlungen von 20 bis 30 Prozent leisten. Eine gemeinsame Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und verschiedenen IKEA-Einrichtungshäusern hilft Privatpersonen, die eigenen Heizkosten einzuordnen und Sparpotenziale zu erkennen.

450 Berliner Eigenheimbesitzer haben es bewiesen: Energiekosten senken und Klima schützen ist keine Hexerei. Ein Jahr lang haben sich die Hauseigentümer im Rahmen einer von GASAG und Berliner Energieagentur (BEA) ausgerufenen Aktion umfassend in allen Fragen der energetischen Gebäudemodernisierung und des Verbrauchsverhaltens informieren lassen. Resultat: Energieeinsparungen und CO2-Minderungen bis zu 85 Prozent durch Modernisierung der Heizungen, Wärmedämmung, Fenster- und Türenaustausch sowie Installation von Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung sind praktisch möglich.

Die Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW ist ein Erfolgsmodell: Die im Jahr 2008 in mehr als 3.800 Beratungen vorgeschlagenen Sanierungsempfehlungen mündeten in Investitionen von durchschnittlich 18.000 Euro pro Objekt, um die Heizung zu modernisieren, das Gebäude zu dämmen oder den undichten Fenstern die Tür zu weisen. Über den Daumen 800 Euro an Energiekosten sparen die erfolgreich beratenen Hausbesitzer dadurch jährlich ein.

In den Metropolen der Welt werden immer mehr Dächer bepflanzt. Deutschland fördert solche grünen Oasen sogar mit öffentlichen Geldern. Bepflanzte Dächer sind gut fürs Klima und senken die Heizkosten.

Die Berliner Energieagentur hat im Rahmen des europaweiten Projektes “check it out” detaillierte Energiekonzepte für 19 Berliner Schulen vorgelegt. Rund 250 Einzelmaßnahmen werden mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II und aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP II) des Landes Berlin und der europäischen Union umgesetzt. Insgesamt kann das Land Berlin dadurch seinen Energiebedarf um 4.300 Megawattstunden (MWh), seine Energiekosten um rund 330.000 Euro und den Kohlendioxidausstoß um 1.200 Tonnen jährlich senken.

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