Im vergangenen Jahr sind die Energiepreise stark gestiegen. Die Folgen bekommen Mieter und Hauseigentümer jetzt bei den Heizkostenabrechnungen zu spüren: Sie müssen tief in die Tasche greifen und Nachzahlungen von 20 bis 30 Prozent leisten. Eine gemeinsame Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und verschiedenen IKEA-Einrichtungshäusern hilft Privatpersonen, die eigenen Heizkosten einzuordnen und Sparpotenziale zu erkennen.
Heizkosten und Klimawandel weisen die Richtung: Energie sparen ist angesagt. Drei Viertel des Energieverbrauchs privater Haushalte fließen in die Raumwärme – gute Dämmung ist in jeder Beziehung eine Investition in die Zukunft. Der neu aufgelegte, aktualisierte Ratgeber ‚Wärmedämmung’
informiert über die Grundlagen der Wärmedämmung und über verschiedene Dämmsysteme – nützlich für Neubau und die energetische Sanierung von Altbauten.
Eine hervorragende Möglichkeit, den Klimaschutz im Wärmebereich voranzubringen sieht der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) e.V. im neuen Förderprogramm Energie und Klimaschutz (EuK), das der Freistaat Sachsen in der vergangenen Woche vorgestellt hat. “Ich gehe davon aus, dass die Anzahl der Pelletheizungen in Sachsen künftig deutlich ansteigt”, sagte DEPV –Geschäftsführer Martin Bentele.
Ein großer, von den meisten Menschen kaum beachteter Stromfresser im Haushalt ist die Heizungspumpe. Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen sind für 10 bis 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich und zählen damit zu den größten Energiefressern. Durch eine Optimierung der Heizungspumpe können Energie und Kosten eingespart werden. Die Verbraucher Initiative rät daher, die Heizungsanlage in der warmen Jahreszeit auf Vordermann zu bringen.
450 Berliner Eigenheimbesitzer haben es bewiesen: Energiekosten senken und Klima schützen ist keine Hexerei. Ein Jahr lang haben sich die Hauseigentümer im Rahmen einer von GASAG und Berliner Energieagentur (BEA) ausgerufenen Aktion umfassend in allen Fragen der energetischen Gebäudemodernisierung und des Verbrauchsverhaltens informieren lassen. Resultat: Energieeinsparungen und CO2-Minderungen bis zu 85 Prozent durch Modernisierung der Heizungen, Wärmedämmung, Fenster- und Türenaustausch sowie Installation von Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung sind praktisch möglich.
Die Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW ist ein Erfolgsmodell: Die im Jahr 2008 in mehr als 3.800 Beratungen vorgeschlagenen Sanierungsempfehlungen mündeten in Investitionen von durchschnittlich 18.000 Euro pro Objekt, um die Heizung zu modernisieren, das Gebäude zu dämmen oder den undichten Fenstern die Tür zu weisen. Über den Daumen 800 Euro an Energiekosten sparen die erfolgreich beratenen Hausbesitzer dadurch jährlich ein.
In den Metropolen der Welt werden immer mehr Dächer bepflanzt. Deutschland fördert solche grünen Oasen sogar mit öffentlichen Geldern. Bepflanzte Dächer sind gut fürs Klima und senken die Heizkosten.
Werden Ihre Heizkörper bei gleicher Thermostatstellung unterschiedlich warm? Verursacht Ihre Heizung Strömungsgeräusche? Dann könnte es sein, dass kein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage durchgeführt wurde. Dieser sorgt für ausgeglichene Druckverhältnisse im Heizungssystem und stellt die erforderlichen Warmwasser-Zuflussmengen für alle Heizkörper sicher.
Seit dem 1. Januar 2009 sind Bauherren, Immobilieneigentümer, Vermieter und Verwalter durch das Gesetz zu den Erneuerbaren Energien (EEWärmeG) verpflichtet, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu optimieren. Außerdem hat die Heizkostenverordnung einige Änderungen erfahren, die Vermietern und Verwaltern einen Anreiz zur Minimierung der Heizkosten geben sollen. Die neue Heizkostenverordnung (HeizKV 2009) gilt seit dem 1. Januar 2009. Im Rudolf Haufe Verlag sind zwei Ratgeber erschienen, die dabei helfen, die Gesetze richtig umzusetzen.