Der Öko-Energieversorger LichtBlick fordert ein unabhängiges und kostensparendes Stromnetz für Deutschland. Die bisher in vier Regelzonen unterteilten Übertragungsnetze müssten gebündelt und an einen Betreiber übertragen werden. “Wir haben immer noch vier große Regelzonen und über 800 lokale Netzbetreiber. Das ist eine teure und unnötige Kleinstaaterei auf Kosten der Verbraucher”, so Gero Lücking, Mitglied der LichtBlick-Geschäftsführung. Die Strukturen im Strommarkt seien unnötig kompliziert und nicht mehr zeitgemäß.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt rund 130.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der Firma Franke Transport & Biogas in Borchen (Nordrhein-Westfalen) zur Verfügung. Das Unternehmen wird eine bestehende Biogasanlage komplett modernisieren und über eine Ferngasleitung eine benachbarte Brauerei versorgen, die das Gas in Strom und Wärme umwandelt.
E.ON eröffnet heute im südfranzösischen Le Lauzet, rund 150 Kilometer nördlich von Marseille, den ersten Solarpark des Unternehmens. Wenn alle Abschnitte fertig gestellt sind, wird E.ON auf einer Fläche von über 20 Hektar einen Solarpark mit einer Leistung von bis zu fünf Megawatt betreiben. Die Anlage spart dann 4270 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Verbindung von Wirtschaftlichkeit und ökologischem Arbeiten schließt sich nicht aus – das beweist die freenet Group: Das zentrale Rechenzentrum der Unternehmensgruppe nutzt ab sofort den grünen Strom der Düsseldorfer Stadtwerke, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Darüber hinaus wird die Ressourcenoptimierung für noch mehr Nachhaltigkeit im Hardwarebereich vorangetrieben.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie warnt Greenpeace vor Schein-Ökostrom, der sich bei genauerem Hinsehen als völlig wirkungslos für die Umwelt entpuppt. Ökostromprodukte, die lediglich auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen wie RECS-Zertifikaten basieren oder einfach nur auf Wasserkraft aus alten Großkraftwerken zurückgreifen, tragen diesen Namen laut dem Verfasser der Studie zu Unrecht.
Zum 01. Juli wird die EnBW die Strompreise der Grundversorgung um knapp acht Prozent erhöhen. Dies muss für die Verbraucher vor Ort aber nicht zwangsläufig zu erhöhten Stromrechnungen führen, denn durch die fallenden Großhandelspreise entsteht stärkerer Wettbewerb mit einer großen Zahl von günstigen Angeboten. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de zeigt, wie gespart werden kann.
David gegen Goliath – so lautete der Vergleich, dem sich das kleine, völlig unbekannte Hamburger Unternehmen LichtBlick stellen musste, als es vor knapp einem Jahrzehnt auf den Plan trat, um den Energieriesen ihre Marktanteile abzutrotzen. Heute begrüßte der Newcomer von einst in Leipzig seinen 500.000sten Kunden. Davon beziehen 460.000 Kunden Strom und 40.000 Gas.