Stromkunden, die sich im Eingangsbereich von Supermärkten vom „Verbraucherforum Energie“ neutrale und seriöse Auskünfte zum kostengünstigen Wechsel ihres Stromanbieters versprechen, sind schlecht beraten. Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor der Verkaufsmasche der angeblich unabhängigen Berater, die an Werbeständen potenziellen Kunden einen Wechsel zum vermeintlich preiswertesten Stromanbieter schmackhaft machen wollen.
Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de hat ermittelt, dass mindestens 40 Stromanbieter die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 5 Prozent erhöhen. Diese neuerlichen Preissteigerungen bedeuten für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr eine Mehrbelastung von 46 Euro. Damit setzt sich ein nun zehnjähriger Trend fort: Seit dem Jahr 2000 sind die Strompreise für Privatkunden jedes Jahr gestiegen – in der Zwischenzeit sind es insgesamt rund 40 Prozent.
Nicht nur in Berlin erhöht der Stromanbieter Vattenfall seine Strompreise zum Jahreswechsel. Nach zweieinhalb Jahren Preisstabilität gelten ab 1. Januar 2010 neue Strompreise für Privat- und Gewerbekunden von Vattenfall in Hamburg.
Nach zweieinhalb Jahren Preisstabilität gelten ab 1. Januar 2010 neue Strompreise für Privat- und Gewerbekunden von Vattenfall in Berlin. Wesentlicher Grund für die höheren Strompreise sind die steigenden Kosten der erneuerbaren Energien, so Vattenfall. In der Grundversorgung zahlen Privatkunden 5,9 Prozent mehr für ihren Strom, Gewerbekunden 8,9 Prozent. Der monatliche Grundpreis bleibt stabil.
Der erneute Störfall im Atommeiler Krümmel zeigt: Atomkraft ist nicht sicher. Der endgültige Ausstieg aus dieser Risikotechnologie ist notwendig, die Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken überflüssig, meint die VERBRAUCHER INITIATIVE. Der Bundesverband rät Verbrauchern, privat den Atomausstieg zu vollziehen und zu Ökostromanbietern zu wechseln.
Dieter Hoeneß ist nicht der einzige, der Fußball-Bundesligist Hertha BSC verlassen wird. Zum 30. Juni läuft auch der Vertrag mit dem Energie-Konzern Vattenfall aus. “Der Vertrag wird nicht verlängert”, sagte Vattenfall-Sprecherin Barbara Meifert dem Tagesspiegel (Donnerstagsausgabe).
Vattenfall rechnet damit, dass sein Atomkraftwerk Krümmel noch in diesem Sommer wieder Strom ins Netz einspeisen wird. “Weil wir bisher einen konstruktiven Dialog mit der Genehmigungsbehörde gehabt haben, gehe ich davon aus, dass wir den Reaktor ab diesem Sommer wieder hochfahren können”, sagte Tuomo Hatakka, Chef von Vattenfall Europe, dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Knapp zwei Jahre nach der Stilllegung des Reaktors in Folge des Transformatorenbrands im Juni 2007 seien die Sanierungsarbeiten in der Anlage fast abgeschlossen. Man werde den Antrag auf Wiederinbetriebnahme in den kommenden Wochen stellen.