Das optimale, grundsätzlich standardisierte Heizungssystem mit Erneuerbaren Energien - sozusagen “von der Stange” - gibt es nicht. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Heiztechnik sind vier Punkteausschlaggebend: Die energetischen Vorgaben durch das Haus, die bestehende Heizungstechnik, die Wohnregion sowie die zur Verfügung stehenden Energieträger.

26
Okt 2009

Zusammen mit TV-Kultfigur Bernd Stromberg wirbt RWE ab Anfang November für das neue Energieeffizienz-Portal energiewelt.de. In der breit angelegten Werbekampagne mit TV-Spots, Anzeigen, Promotions und Online-Bannern erwacht beim Energiespar-Muffel Stromberg die Neugier an den Effizienzmaßnahmen der Nachbarn.

Den Heizkessel komplett abschalten und so Geld und Energie sparen - im Sommer ist das für Hausbesitzer mit Solaranlagen kein Problem. Mit dem Einbau einer Solarthermieanlage können sie die wertvolle Wärmestrahlung einfangen und ihr Warmwasser damit heizen. Auch Pelletöfen oder Wärmepumpen, die die Energie aus Holz beziehungsweise anteilig aus Umweltwärme gewinnen, reduzieren spürbar die jährlichen Energiekosten. Der Staat unterstützt dabei Hausbesitzer bei der Investition tatkräftig: Bis zu 500 Millionen Euro stehen aus dem Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung von erneuerbaren Energien zur Wärmegewinnung jährlich zur Verfügung. In Neubauten ist die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien seit dem 1.1.2009 Pflicht.

Ab dem 1. Juli 2009 muss in öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr und über 1.000 Quadratmetern Nutzfläche ein Energieausweis deutlich sichtbar aushängen. Allerdings haben bisher noch 75 Prozent dieser Gebäude keinen Energieausweis vorzuzeigen. Das ergab eine Umfrage der dena unter Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen als Eigentümern von Nichtwohngebäuden.

Im vergangenen Jahr sind die Energiepreise stark gestiegen. Die Folgen bekommen Mieter und Hauseigentümer jetzt bei den Heizkostenabrechnungen zu spüren: Sie müssen tief in die Tasche greifen und Nachzahlungen von 20 bis 30 Prozent leisten. Eine gemeinsame Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online und verschiedenen IKEA-Einrichtungshäusern hilft Privatpersonen, die eigenen Heizkosten einzuordnen und Sparpotenziale zu erkennen.

Heizkosten und Klimawandel weisen die Richtung: Energie sparen ist angesagt. Drei Viertel des Energieverbrauchs privater Haushalte fließen in die Raumwärme - gute Dämmung ist in jeder Beziehung eine Investition in die Zukunft. Der neu aufgelegte, aktualisierte Ratgeber ‚Wärmedämmung’
informiert über die Grundlagen der Wärmedämmung und über verschiedene Dämmsysteme – nützlich für Neubau und die energetische Sanierung von Altbauten.

450 Berliner Eigenheimbesitzer haben es bewiesen: Energiekosten senken und Klima schützen ist keine Hexerei. Ein Jahr lang haben sich die Hauseigentümer im Rahmen einer von GASAG und Berliner Energieagentur (BEA) ausgerufenen Aktion umfassend in allen Fragen der energetischen Gebäudemodernisierung und des Verbrauchsverhaltens informieren lassen. Resultat: Energieeinsparungen und CO2-Minderungen bis zu 85 Prozent durch Modernisierung der Heizungen, Wärmedämmung, Fenster- und Türenaustausch sowie Installation von Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung sind praktisch möglich.

Seit dem 1. Januar 2009 sind Bauherren, Immobilieneigentümer, Vermieter und Verwalter durch das Gesetz zu den Erneuerbaren Energien (EEWärmeG) verpflichtet, die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu optimieren. Außerdem hat die Heizkostenverordnung einige Änderungen erfahren, die Vermietern und Verwaltern einen Anreiz zur Minimierung der Heizkosten geben sollen. Die neue Heizkostenverordnung (HeizKV 2009) gilt seit dem 1. Januar 2009. Im Rudolf Haufe Verlag sind zwei Ratgeber erschienen, die dabei helfen, die Gesetze richtig umzusetzen.

Die Berliner Energieagentur hat im Rahmen des europaweiten Projektes “check it out” detaillierte Energiekonzepte für 19 Berliner Schulen vorgelegt. Rund 250 Einzelmaßnahmen werden mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II und aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP II) des Landes Berlin und der europäischen Union umgesetzt. Insgesamt kann das Land Berlin dadurch seinen Energiebedarf um 4.300 Megawattstunden (MWh), seine Energiekosten um rund 330.000 Euro und den Kohlendioxidausstoß um 1.200 Tonnen jährlich senken.

Welche Baustoffe und Bauteile helfen, den Energieverbrauch zu drosseln? Für welche Teile des Hauses sind sie geeignet und was kosten sie? Der aktualisierte Ratgeber “Wärmedämmung” der Verbraucherzentralen liefert alle wichtigen Informationen rund um die wichtigsten Dämmstoffe. Auf 192 Seiten erfährt der Leser alles, was er wissen muss. Erklärt werden Begriffe wie zum Beispiel Wärmeleitfähigkeit oder Feuchteverhalten.